Tarifeinigung - 4,5% Prozent mehr Lohn für Chemie-Beschäftigte
Nach den Tarifverhandlungen dürfen sich die 550 000 Beschäftigen der Chemieindustrie auf mehr Geld freuen. Ab Juli verdienen sie 4,5 Prozent mehr Geld – damit ist die zweite Einkommenserhöhung nach 2011 beschlossen.
Für die Beschäftigten gibt es demnach eine Lohnerhöhung von 4,5 Prozent, Darauf einigten sich der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) und die Gewerkschaft IG BCE am Donnerstag in Schönefeld bei Berlin. Der Tarifvertrag solle eine Laufzeit von 19 Monaten haben und je nach Tarifbezirk ab Juli oder August gelten. Sprecher beider Seiten schlossen zuvor schon nicht aus, dass es am Nachmittag eine Einigung werden könnte.
Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) forderten eigentlich sechs Prozent mehr Geld bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten. Die Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) hatte zunächst kein Angebot vorgelegt. Im vergangenen Jahr hatten beide Seiten eine Einkommenserhöhung von 4,1 Prozent ausgehandelt.
Beide Seiten sprachen zuletzt vor allem über die Themen Arbeitszeit, Nachwuchsförderung und einen gleitenden Übergang vom Berufsleben in die Rente. Anschließen wollten sie über eine Entgelterhöhung sprechen.
Die Gewerkschaft wollte zudem eine von den Arbeitgebern gewünschte Rückkehr von 37,5 zu 40 Stunden Wochenarbeitszeit verhindern. Entlastungsphasen für ältere Arbeitnehmer und Vorruhestandsmodelle sollten hingegen ausgebaut werden.